Sensationsfund in Griechenland: Liegt hier die Frau Alexanders des Großen begraben?

Posted on August 13, 2014 von

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Griechenland: Makedonisches Königsgrab gefunden - ungeplündert. Archäologie, Griechenland (Quelle: AP/dpa\AP Photo / Alexandros Michailidis)

Athen. Vorbei ist es mit der hochsommerlichen Lethargie im kleinen nordgriechischen Ort Amphipolis, seit Archäologen einen möglicherweise sensationellen Fund machten: Sie entdeckten eine Grabstätte aus dem vierten vorchristlichen Jahrhundert. Das Grab Alexanders des Großen? Oder seiner Frau Roxane? Ministerpräsident Antonis Samaras unterbrach seinen Kurzurlaub und reiste nach Amphipolis. Das löste neue Spekulationen aus. Mit Samaras kam Kulturminister Kostas Tasoulas. Inzwischen wird der Ort von Reportern, Fotografen und Fernsehteams förmlich überrannt. „Wir stehen vor einem außerordentlich bedeutenden Fund“, erklärte Samaras, nachdem er mit der leitenden Archäologin, Katerina Peristeri, die Ausgrabungsstätte besucht hatte. Mehr verriet der Premier nicht.

Bisher ist nicht viel zu sehen. Die Archäologen sind dabei, eine 497 Meter lange, kreisrunde Mauer auf dem Hügel Kasta auszugraben. Sie ist mit Marmorblöcken gebaut, die offenbar von der Insel Thassos stammen. Die Archäologen datieren das Bauwerk auf die Zeit zwischen 325 und 300 vor Christus. Im Innern des Bezirks, den die Mauer umschließt, befindet sich eine unversehrte Grabstätte. Die Anlage lasse darauf schließen, dass es sich um ein Grab für Mitglieder der Familie des makedonischen Königs Alexander des Großen handelt, meinen Fachleute. Alexander starb 323 mit 33 Jahren in Babylon am Euphrat, südlich des heutigen Bagdad. Sein einbalsamierter Leichnam soll zunächst in Memphis in Ägypten beigesetzt und später nach Alexandria überführt worden sein. Dann verliert sich die Spur. Wurden die sterblichen Überreste des Makedoniers irgendwann in seine Heimat überführt? Oder liegt hier, wie einige Medien spekulieren, Alexanders Frau Roxane begraben? Amphipolis käme als Grabstätte in Frage, denn die Geschichte des Ortes geht zurück bis 438 v. Chr. Gegründet in der Ära des Perikles, wurde die Hafenstadt 356 v. Chr. unter Philipp II., dem Vater Alexanders des Großen, von den Makedoniern erobert. t-online

Zahlreiche griechische Medien berichteten am Dienstag, der Fund sei „sensationell“. Selbst der griechische Regierungschef Antonis Samaras eilte zur Ausgrabungsstätte in der Ortschaft Amphipolis und vermeldete: „Wir befinden uns vor einem außerordentlich bedeutenden Fund“. Der griechische Premier erklärte, es handele sich offenbar um ein Grab-Monument aus den Jahren 325 bis 300 v. Chr. Jetzt komme die Frage auf, was die Ausgrabungen noch ans Tageslicht bringen werden, so Samaras weiter. Dann werde man auch die Identität des Toten in diesem Grab feststellen, hieß es.

  • Amphipolis
    Stadt in Griechenland
  • Amphipolis war eine antike griechische Polis. Es wurde von Athen im Jahr 437 v. Chr. an Stelle der Siedlung Ennea Hodoi von dem Feldherrn Hagnon gegründet und war in der Folgezeit ein wichtiger Stützpunkt … Wikipedia