Betrugs Banker: Lavrentiadis droht wegen Proton-Bank in Griechenland Lebenslänglich

Posted on März 24, 2012 von

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Angesichts der Strafanträge der Staatsanwaltsschaft in Griechenland im Fall der Proton Bank droht dem Unternehmer Lavrentis Lavrentiadis eine lebendlängliche Haftstrafe.

Lavrentis Lavrentiadis ist nach den Strafanträgen, welche der Staatsanwalt wegen des Skandals um die Proton Bank in Griechenland gegen ihn stellte, mit der Möglichkeit einer lebenslänglichen Haftstrafe konfrontiert. Der Wirtschaftsstaatsanwalt Grigoris Peponis stellte am Mittwoch, dem 21. März 2012, Strafanträge wegen sechs Kapitalverbrechen gegen den Unternehmer und weitere 27 in die Sache verwickelte Personen.

Die Verbrechen, derer Lavrentis Lavrentiadis und seine Mitarbeiter beschuldigt werden, sind:

  • Bildung und Leitung einer kriminellen Organisation.
  • Wiederholter und gemeinschaftlicher Betrug, mit dem beschwerenden Fall des Gesetzes N. 1608/50 über Veruntreuung zulasten des Staates, was – wie Herr Peponis persönlich in seiner Schrift betont – eine lebenslängliche Haftstrafe nach sich zieht.
  • Bezüglich des Berichts des Staatsanwalts Giannis Dragatsis fügt er die beschwerende Anklage des gewerblichen und gewohnheitsmäßigen Betrugs hinzu. Einige der übrigen Personen werden der unmittelbaren und gemeinschaftlichen Beihilfe zum Betrug beschuldigt.
  • Alle Personen werden der wiederholten und gemeinschaftlichen schweren Unterschlagung mit dem belastenden Fall des N. 1608/50 beschuldigt. Es wird sogar die Rückzahlung aller strittigen Beträge (Anmerkung: die sich auf insgesamt 701 Millionen Euro belaufen sollen) und nicht nur der mit dem Bericht Dragatsis verlangten 54 Millionen Euro gefordert.
  • Ebenfalls wird die Strafverfolgung wegen gewerbsmäßiger Legalisierung von Einkünften aus Schwarzgeldern im Rahmen einer kriminellen Organisation bestellt.
  • In Zusammenhang mit dem Bericht wird auch das neue Verbrechen der wiederholten und gemeinschaftlichen Veruntreuung hinzugefügt.

Herr Peponis legt den Fall der 51 Mio. Euro, die der Unternehmer zurückgezahlt hatte, nicht zu den Akten, so wie er auch nicht der Einstellung des Falls eines anderen Verwickelten zustimmt, der einen Kredit von 19,5 Mio. Euro von der Proton-Bank erhalten hatte. In der Vernehmung bestellt er ebenfalls die Erforschung eventueller Verantwortungen aller Kontroll- und Aufsichtsorgane, deren Vertreter von der Finanzierung von 701 Mio. Euro an die Unternehmen des Herrn Lavrentiadis nichts gewusst haben wollen.

Die “Bombe” in der Bestellung des Staatsanwalts ist jedoch im letzten Absatz enthalten, wo er sich die Staatsanwaltschaft des Landgerichts aufzurufen eilt, “die gesetzlichen Maßnahmen zur Gewährleistung der gerichtlichen Rechenschaftsablage der Angeklagten zu ergreifen“. Laut juristischen Kreisen bedeutet dies, dass die Staatsanwaltschaft unmittelbar aufgerufen ist, den beschuldigten Personen das Verlassen des Landes zu untersagen oder sogar auch – in Übereinstimmung mit dem Untersuchungsrichter, der fortan den Fall übernimmt – zur Ausstellung von Haftbefehlen zu schreiten.

Prosecutor Charges Ex Proton-Banker Lavrentiadis With Fraud

Posted by keeptalkinggreece in Economy

A Greek prosecutor filed felony charges against prominent Greek banker and onwer of pharmaceutical companies Lavrentis Lavrentiadis over a financial scandal that has led to the demise of small lender Proton Bank, court officials said on Wednesday, according to Reuters. Lavrentiadis, a high-flying businessman who started from the chemicals industry to rapidly expand into banking and media, has vehemently denied any wrongdoing in what is seen as one of Greece΄s biggest financial scandals in years.

Economic crimes prosecutor Grigoris Peponis formally charged Lavrentiadis, 39, with being part of a criminal gang that embezzled Proton funds and defrauded the government, a court official said on condition of anonymity to Reuters. “A second prosecutor has banned Lavrentiadis and another five accused from leaving the country,” the court official added.

The charges are related to accusations that Proton issued more than 600 million euros of bad loans to companies he owned or had connections with, as reported by Greece΄s central bank in an audit last year.

“Peponis on Wednesday called for five crime charges to be brought against the main shareholder of Proton Bank Lavrentis Lavrentiadis and another 27 people implicated in the case of allegedly questionable loans of some 700 million euros made by the lender to Lavrentiadis’ group of companies.

The charges include fraud, embezzlement, forming a criminal gang, money laundering and breach of faith.

Peponis also called for an investigation into whether any members of state inspection bodies should face charges and demanded that measures be taken to ensure that the suspects do not evade justice.

Earlier this month Lavrentiadis was called before magistrates investigating the Siemens bribery scandal to explain how a payment of 1 million euros from the German firm ended up in his bank account. He denied any wrongdoing, claimingto have lent the money to the firm’s Greek branch, Siemens Hellas, before having it returned to him by executives in Germany.” (Kathimerini)

The businessman denied all wrongdoing on Wednsday saying in a statement:

“I deny all charges attributed to me. I will prove the extent of the conspiracy that was hatched against a Greek businessman who believes in Greece and believes in God.” (Athens News)
Among the multiple activities of Lavrentis Lavrentiadis,  was the financing of a ”Lavrentis Lavrentiadis Chair” in Southeast European Studies at Centre for Strategic and International Studies (CSIS), a renowned US think tank, aiming to upgrade the role of Greece and its neighbouring countries in the Euro-Atlantic community.
The names of the other defendants have not been released. However, former US-ambassador (2007-2010) to Athens Daniel Speckhard,  a non-executive chairman of the Proton Bank Feb 1 -Aug 19 2011,  has pledged to cooperate with the authorities. (greekreporter)

Persönliche Bereicherung – finanziert aus EU-Mitteln

Vergehen wie diese sind kein Einzelfall, Steuerhinterziehung und Korruption haben in vergangenen Jahren einen nicht unerheblichen Teil dazu beigetragen, Griechenland in seine jetzige desolate Lage zu befördern.

Neu ist allerdings, dass sich die Proton Bank, kaum dass sie 700 Millionen Euro beiseite geschafft hatte, auf Staatskosten sanieren ließ. Also: auf Kosten der Allgemeinheit. Sowohl der europäischen, die die Gelder bereitstellte, als auch der griechischen, die einerseits das Geld verloren hat und andererseits ihr Image erneut beschädigt sieht.

Der korrupte griechische Steuerhinterzieher, der sich von Europa und der Welt durchfüttern lässt, ist ein allzu beliebtes Bild geworden in der Regenbogenpresse. Es ist dies der falsche Eindruck, der vermittelt wird, und doch werden sich gerade diese Blätter wieder bestätigt sehen. Der Skandal ist ein gefundenes Fressen.

Trotzdem muss man sich fragen, wie es sein kann – oder besser: wie es künftig verhindert werden kann – dass der Steuerzahler für die verbrecherischen Machenschaften einzelner schwarzer Schafe aufkommen muss. Persönliche Bereicherung auf Kosten der Allgemeinheit war noch nie ein Kavaliersdelikt. Im taumelnden Hellas ist sie derzeit völlig unangebracht.

Bedrohung von Leib und Leben eines Zentralbank-Angestellten

Zumal das Ganze neuerdings noch eine weitere Dimension birgt. Vor wenigen Tagen detonierte in Athen ein Sprengsatz, mehrere Fahrzeuge wurden beschädigt, glücklicherweise gab es keine Verletzten.

In der Gegend, wo die Bombe explodierte, wohnt ein leitender Angestellter der Griechischen Zentralbank. Er war maßgeblich beteiligt an den Ermittlungen gegen die Proton-Bank.

Ein Zufall? Wohl kaum. Auch die griechische Staatsanwaltschaft sieht einen Zusammenhang. Möglicherweise war die Detonation als „Warnschuss“ gedacht, im leider wahrsten Sinne des Wortes. Man soll wohl keine weiteren Nachforschungen anstellen.http://www.gevestor.de/details/proton-bank-griechische-bank-unterschlaegt-millionen-506170.html

Die Albaner sind wieder auf ihrer tradionellen Plünderungs Tour