Patria-Krimi: Die Bestechungs Geschäfte des Waffenhändler Riedl in Slowenien

Posted on Januar 19, 2012 von

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siehe Bestechungs Geschäfte rund um den Eurofighter, EADS, Thyssen U-Boote, Siemens, Ferrostaal, Telekom, Mercedes, oder von VW mit der Top Drogen und Schmuggler Mafia in Montenegro, siehe Bodo Hombach Geschäfte mit dem Partner Stubotic, von Interpol gesucht.

Hans Wolfgang Riedl Styr
Hans Wolfgang Riedl

Korruption bei 278-Millionen-Euro-Panzerdeal

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Die mutmaßliche Bestechungsaffäre rund um den 278 Millionen Euro teuren Kauf von 135 Patria-Radpanzern durch die slowenische Regierung steht am Mittwoch auf dem “Spielplan” des Straflandesgerichts Wien. Staatsanwalt Volkert Sackmann hat bereits im Juni 2011 gegen fünf Verdächtige Anklage erhoben: gegen Waffenhändler Hans Wolfgang Riedl und Dealvermittler Walter Wolf, sowie gegen die ehemaligen Steyr-Daimler-Spezialfahrzeuge-Mitarbeiter Wolfgang A., Wilfried K. und Hans-Peter W.

http://www.facing-finance.org/de/2012/01/korruption-bei-278-millionen-euro-panzerdeal/

Riedls Verteidiger ging mit der Anklage hart ins Gericht: keine Beweise für Bestechung, alles nur Vermutungen

Patria-Krimi: Waffenhändler Riedl soll Jansa bestochen haben

Von Kid Möchel

Wien. Am Mittwochvormittag war der Andrang vor Saal 203 im Wiener Straflandesgericht groß, viele Journalisten aus Slowenien waren angereist. Denn Richterin Marion Zöllner eröffnete die Hauptverhandlung zu einem mutmaßlichen Industriespionage- und Bestechungskrimi, der über Österreich, Slowenien, Liechtenstein und Finnland abgelaufen sein soll.

Staatsanwalt Volkert Sackmann schilderte in einem blumigen Anklagevortrag jene weitläufige Indizienkette, mit der er die Bestechung des früheren slowenischen Regierungschefs Ivan „Janez“ Jansa beziehungsweise dessen Partei SDS bei dem Kauf von 115 Patria-Radpanzern belegen will. Jansa soll auch als Zeuge geladen werden.

Hauptangeklagter ist der Wiener Waffenhändler Hans Wolfgang Riedl, Ex-Chef der Wiener Rüstungsfirma Steyr Spezialfahrzeuge (SSF). Riedl soll für den finnischen Patria-Konzern den 278-Millionen-Euro-Deal mit Slowenien einfädelt haben. Bei dem Deal sollen 7,5 Prozent beziehungsweise 8,4 Millionen Euro Provision geflossen sein – darunter verbotene Kickbacks, glaubt man dem Ankläger. Zur Erklärung: Die Provision wurde anhand der Patria-Herstellungskosten (112 Millionen Euro) berechnet.

Laut Sackmann soll bereits im September 2005, drei Monate vor dem Bieterverfahren, in Slowenien ausgemacht gewesen sein, wer wie viel vom „Kuchen“ erhält. Demnach sollten drei Prozent über den Austro-Kanadier Walter Wolf an die Jansa-Partei fließen. Wolfs-Anteil soll schlussendlich auf 4,2 Prozent angehoben worden sein. Patria-Manager N. soll bei einer Präsentation vor dem Patria-Direktorium „über Parteienunterstützung über Wolf oder Riedls Firma RHG“ referiert haben. Schließlich soll Riedl selbst 900.000 Euro nach Slowenien gebracht haben. Riedl bestreitet das.

Ankläger: „Kein Foto-Beweis“
„Den Beweis, dass tatsächlich Geld an die Entscheidungsträger geflossen ist, haben wir nicht, den wird man auch nicht erbringen können“, gab der Ankläger unverblümt zu. „Das Geld wurde nicht überwiesen und wir haben kein Foto davon, wie das Geld übergeben wurde.“ Doch in Riedls penibler Buchhaltung, in der jede Kaffee- und Tankrechnung ausgewiesen ist, scheine dieser Betrag (900.000 Euro) nicht auf.

Außerdem soll auch die liechtensteinische Gesellschaft ICB, die Wolf zugerechnet wird, mit Hilfe des angeklagten Unternehmensberaters Hans-Peter W. in das Sub-Provisionskonstrukt einbezogen worden sein. Laut Staatsanwalt wurden dafür nachträglich Beraterverträge geschnitzt…..

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/

Panzerkauf: „Spenden“ an die Partei‎ DiePresse.com
Prozess um Patria-Affäre mit vielen Indizien‎ derStandard.at