Randale an der Kosovo Grenze

Posted on Juli 26, 2011 von

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Man macht halt wieder Kravall, was wohl von Seiten der Hashim Thaci Bande ausgeht. Er hat auch den Polizei Direktor entlassen, als er der Presse mitteilte, er wisse Nichts von solchen Einsätzen. Mindestens 1 Polizist wurde inzwischen verletzt.

26. Juli 2011, 10:06, NZZ Online

Spannung an Grenze Kosovo – Serbien

Aufmarsch von Polizisten zur Durchsetzung von Boykotten

Angehörige der Kosovo-Spezialpolizei (Rosa) bei einer Vorführung. (Bild: kosovahaber.net)ZoomAngehörige der Kosovo-Spezialpolizei (Rosa) bei einer Vorführung.(Bild: kosovahaber.net)

Polizisten aus Kosovo haben einen Grenzübergang nach Serbien besetzt, um einen Warenboykott durchzusetzen. Bei einem zweiten Grenzübergang traten – vermutlich bewaffnete – Serben den anrückenden Polizisten entgegen.

(ddp/dpa)/awy. Die Regierung von Kosovo hat nach Angaben des Innenministeriums in Pristina im Norden des Landes Polizeieinheiten stationiert, um die Kontrolle über zwei umstrittene Grenzübergänge nach Serbien zu übernehmen. Innenminister Bajram Rexhepi erklärte, mit dem Einsatz in der Nacht zum Dienstag solle ein Importverbot für Güter aus Serbien durchgesetzt werden.

Beim Übergang Jarinje an der Hauptstrasse Pristina-Kraljevo blockierten einige hundert Serben aus Nordkosovo der kosovarischen Spezialpolizei den Zugang, indem sie bei Leposavic Strassensperren aus Baumstämmen errichteten. Am Grenzübergang Brnjak, an einer kleineren Strasse weiter westlich, übernahmen nach den offiziellen Angaben aus Kosovo und nach Angaben der Belgrader Agentur Tanjug etwa 40 Kosovo-Polizisten die Kontrolle. Es ist wohl der erste Versuch der Behörden in Pristina, ihre staatliche Hoheit im serbisch besiedelten Nordkosovo mit Polizeigewalt – wenn auch bisher ohne zu schiessen – durchzusetzen.

Gegen den Morgen hätten sich die Einheiten der Kosovo-Polizei von der Strasse zurückgezogen, meldete der serbische Sender Klan TV aus Pristina. Vorangegangen seien Gespräche zwischen dem Kfor-Kommandanten Erhard Bühler, dem kosovarischen Regierungschef Hashim Thaci und dem serbischen Chefunterhändler Borislav Stefanovic. Die symbolträchtige Brücke in der geteilten Stadt Mitrovica sei von internationalen Truppen gesperrt worden.

Eulex herausgefordert

Für den Zoll an beiden Grenzübergängen sind grundsätzlich Beamte der EU-Polizeimission Eulex zuständig. Sie sind dort auch weiterhin im Einsatz, wie ein Êulex-Sprecher in Pristina am Dienstagmorgen unterstreicht. Derzeit seien zusätzliche Eulex-Beamte zur Verstärkung unterwegs zu den beiden Grenzübergängen, unter ihnen auch Eulex-Spezialpolizei. Die Kfor sei an beiden Orten ebenfalls mit einem grossen Aufgebot präsent. Am Übergang bei Brnjak stünden derzeit ausser internationalen Militär- und Polizeieinheiten nun auch Angehörige der Kosovo-Spezialpolizei, genannt Rosa.

Es seien Verhandlungen im Gang, um eine friedliche Lösung zu erreichen, sagt der Eulex-Sprecher weiter.

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http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/spannung_an_grenze_kosovo_-_serbien_1.11629358.html

Forcat speciale po tërhiqen nga Bërnjaku,sulmohen me armë zjarri

http://www.kohaditore.com/?page=1,13,63959
„Die kosovarische Regierung gab unterdessen den Rücktritt des Generaldirektors der Polizei, Reshat Maliqi, bekannt. Dieser hatte der Presse gesagt, er sei über den Einsatz nicht informiert worden. “

Thaçi shkarkon Drejtorin e Policisë së Kosovës, Reshat Maliqin

http://www.kohaditore.com/?page=1,13,63956

 29.07.2011

Nur ein politischer Schachzug?

Nach den jüngsten Gewaltausbrüchen herrscht an der Grenze zwischen Kosovo und Serbien wieder Ruhe, doch die Stimmung bleibt explosiv. Wieso ist es aber überhaupt jetzt zu dieser Eskalation gekommen?

 

Nicht nur Außenstehende – auch Kenner der Lage im südlichen Balkan waren überrascht von der Eskalation der Handelsstreitigkeiten zwischen Serbien und Kosovo. Die  Kosovoexpertin Johanna Deimel von der „Südosteuropa Gesellschaft“ (SOG) in München glaubt, dass es sich in erster Linie um einen Versuch des kosovarischen Ministerpräsidenten Hasim Thaci handelt, die eigene politische Position sowohl innerhalb Kosovos, als auch international zu stärken.

Denn durch die Auslieferung der beiden mutmaßlichen Kriegsverbrecher Goran Hadzic und Ratko Mladic an das Jugoslawien-Kriegsverbrecher Tribunal in Den Haag hat Serbien einen wichtigen Schritt auf dem Weg in die EU gemacht. Das hat auch Serbiens Verhandlungsposition gestärkt, sagt Deimel. Das könnte den Regierungschef in Pristina sehr beunruhigt haben, vermutet sie, denn vor allen von der kosovarischen Seite wurde der Dilaog zwischen Pristina und  Belgrad oft kritisiert als nicht nutzlich. „Was haben wir davon?“, hat man sich gefragt, „es gewinnen nur die Serben.“ Deswegen hat sich Thaci jetzt entschieden die Stärke zu zeigen, auch den sehr starken nationalistischen Kräften in Parlament gegenüber, vermuter Deimel.

Gernot Erler – „Serbien wird Schaden haben“

Langfristige politische Ziele

Dusan Reljic, Wissenschaftler der Berliner ‚Stiftung Wissenschaft und Politik’ glaubt, dass es sich um einen Versuch des kosovarischen Ministerpräsidenten Hasim Thaci handelt, sowohl Belgrad als auch seine internationalen Partner in Washington und Brüssel vor vollendete Tatsachen zu stellen. „Thacis Ziel ist letztlich, den Anspruch Pristinas über den mehrheitlich von Serben bewohnten Norden Kosovos durchzusetzen“, glaubt Reljic.

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http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6584492,00.html?maca=de-newsletter_de_suedostfokus-4930-html-nl

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