Geldwaesche der Haupt Wirtschafts Faktor in Albanien und Null Justiz

Posted on September 25, 2010 von

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Kein Wunder in Sicht

Albaniens Wirtschaft leidet weiter unter Clanstrukturen, Unterentwicklung und den Folgen einer verfehlten Privatisierungspolitik

Von Raoul Rigault *

Der Traum vom »Großalbanien« wird weitergeträumt. Dafür sorgt auch die Anerkennung der Unabhängigkeitserklärung der serbischen Provinz Kosovo durch den Internationalen Gerichtshof in der vergangenen Woche. Eine wirtschaftliche Perspektive liefert diese »Vision« nicht. Die Republik Albanien ist nach Moldawien das zweitärmste Land Europas und bietet wenig Anlaß zur Hoffnung, daß sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern wird. Einziger Vorteil, auf den Tirana verweisen kann, ist die Tatsache, daß man zu den wenigen zählte, die trotz globaler Krise auch 2009 ein Wirtschaftswachstum (3,3 Prozent) aufweisen konnten.

»Wer fast nichts exportiert, dem brechen auch keine Exportmärkte weg«, brachte die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) diesen Umstand auf den Punkt. So betrug das Ausfuhrvolumen im vergangenen Jahr lediglich 800 Millionen Euro. Das EU-Mitglied Slowenien kam mit zwei Drittel der Bevölkerung immerhin auf 16 Milliarden. Knapp die Hälfte der albanischen Exporte bestand aus Textilien und Schuhen, ein Fünftel aus Brenn- und Kraftstoffen, ein weiteres Achtel aus Baumaterial und Metall.

Zerstörte Landwirtschaft

Ins Auge springt die große Abhängigkeit von der ehemaligen Besatzungsmacht Italien. Die ist mit 62,8 Prozent Hauptabnehmer und mit 26,1 Prozent auch wichtigster Lieferant Albaniens. Der strategische Verbündete der 60er und 70er Jahre – die Volksrepublik China – ist unter den zehn bedeutendsten Handelspartnern nicht mehr zu finden. Das Protektorat Kosovo (2,2 Millionen Einwohner) spielt als Lieferant gar keine, als Abnehmer mit 6,9 Prozent nur eine untergeordnete Rolle.

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http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Albanien/wunder.html

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