Slowenien und Kroatien gehen einer friedlichen Zukunft entgegen

Posted on Juni 7, 2010 von

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  • 07.06.2010
  • Slowenien wollen Grenzstreit beilegen

Referendum in Slowenien

EineKnappe Mehrheit stimmt für internationale Vermittlung im Konflikt mit Kroatien. Damit dürfte Ljubljana den Widerstand gegen EU-Integration Kroatiens aufgeben. VON ERICH RATHFELDER

Entspannung zwischen Slowenien und Kroatien: Blick auf das slowenische Piran. Foto: dpa

SPLIT taz | Der Grenzstreit zwischen Kroatien und Slowenien könnte bald beigelegt sein. Bei einem Referendum am vergangenen Sonntag stimmten 51,5 Prozent der Slowenen einer Vereinbarung zu, die die Klärung des Konflikts durch internationale Schlichter vorsieht. Trotz des knappen Ergebnisses bescheinigte der slowenische Premier Borut Pahor seinem Volk noch in der Nacht zum Montag „politische Reife“. Und das Aufatmen der Verantwortlichen in Ljubljana war buchstäblich noch bis nach Kroatien zu vernehmen.

Ganz ausgestanden ist der Konflikt aber immer noch nicht. So wird nach 19-jährigem Streit weiter um die Zugehörigkeit von vier Dörfern und den freien Zugang für slowenische Schiffe zum Hafen von Piran, der am 25 Kilometer langen slowenischen Küstenstreifen an der Adria liegt, gerungen werden. Aber Slowenien wird nicht mehr die Integration Kroatiens in die Europäische Union behindern, lautet jetzt die Botschaft aus Lubljana.

Nur 42 Prozent der slowenischen Bevölkerung gingen am Sonntag an die Urnen. Eine stärkere Mobilisierung der Gegner eines Abkommens mit Kroatien hätte die slowenische Führung in arge Bedrängnis gebracht, die dann den Weg Kroatiens in die EU hätte blockieren müssen. Das hätte zu erheblichen Spannungen mit Zagreb geführt.

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TAZ

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