Peter Singer als US Kongress Zeuge, über die Irak Kriegs Vorgänge

Posted on Juni 5, 2010 von

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Peter W. Singer Testifies to Congress: The Robot Wars Are Coming
posted 24th March 2010 in by Jim

Peter W. Singer of the 21st Century Defense Initiative testifying  to Congress on March 23, 2010In a hearing yesterday of the National Security and Foreign Affairs subcommittee of the House Oversight and Government Reform committee, a director of a joint Brookings Institution-DOD effort called the 21st Century Defense Initiative offered some information about America’s use of robotics in warfare, in the future but also right now. Click here to see video of these robots (beginning at minute 2), including a four-legged robot capable of carrying 340 pounds of equipment or weaponry that can keep its footing amidst sand, snow, ice, rugged terrain and body blows. Beginning at minute 56, Initiative Director Peter W. Singer can be watched offering his prepared testimony, the written version of which can be reviewed here. Among the highlights:

Rapid expansion of robotic warfare to over 19,000 units ready for action:

When the U.S. invaded Iraq in 2003, we had a handful of unmanned systems in the air. We now have over 7,000. On the ground, the invasion force had zero. We now have over 12,000 in U.S. military inventory…. Its current plans, as one 3 star general described are that it will soon be using ‘tens of thousands.’

Vulnerability of robotic weapons to hacking:

How do you ensure digital systems’ security, so that foes can’t tap into their communications, as insurgents in Iraq were able to do with a $30 software package they bought off the internet?

Robotic weapons are mainly under the operational control of private corporations:

…presently 75% of the maintenance and weapons loading of systems like the Predator have been outsourced to private contractors, including to controversial firms like Blackwater, while other Army systems operating in Iraq have been described as “government-owned-contractor operated”.

Military robots are starting to be used by civilians:

It is not just the military that is using unmanned systems. DHS is flying them for border security. But so are some of the civilian vigilante “border militias,” as well as criminals using them to scout targets. Local police departments like Miami Dade have gotten authorization to use them.

Over the past day 5,545 news media reports have pounced on reports that Vice President Joseph Biden may have uttered the word “fuck” yesterday, but only one news media outlet has referred to Singer’s testimony. Which information is more deserving of our attention?

http://irregulartimes.com/index.php/archives/2010/03/24/peter-w-singer-testifies-to-congress-the-robot-wars-are-coming/

Peter Warren Singer: Die Kriegs AGs.

Das sagt die Presse


Ungeahnte Ausmaße.
„Söldner und gekaufte Armeen sind sicher so alt wie der Krieg selbst. doch welche ungeahnten und für die Öffentlichtkeit bisher unbemerkten Ausmaße dieser Geschäftsbereich angenommen hat, zeigt erstmals Peter W. Singer.“
Sebastian Stapf, Nordkurier, 13.10.2006

Söldner in Armani-Anzügen.
„Peter Warren Singer und seinem präzise recherchierten Buch ist so mancher Aha-Effekt zu verdanken.  Eindringlich warnt er vor der Privatisierung des staatlichen Gewaltmonopols und vor ‚Söldnern in Armani-Anzügen‘, die über 100 Miliarden Dollar mit dem Töten von Menschen verdienen. Und immer schwerer zu kontrollieren sind.“
‚ran, August 2006

Appell gegen die skandalöse Kommerzialisierung des Krieges.
„Mit der Privatisierung des Krieges geben Regierungen das staatliche Gewaltmonopol auf. Die in kriegerische Auseinandersetzungen eingreifenden Firmen sind an möglichst langen Kriegshandlungen sowie an der Entstehung neuer Krisenherde interessiert, was vor allem in den Entwicklungsländern zu wachsender Kriminalisierung der Konflikte, zu Ressourcenraub und Beutezügen, Plünderungen der Bevölkerung und illegaler Aneignung von Bodenschätzen geführt hat.

Zu Recht befürchtet Singer eine gefährliche Entwicklung weltweit für Demokratie, Rechstaatlichkeit, Menschenrechte und internationale Sicherheit. Seine Studie ist die eindringliche Mahnung an die Politiker, den sich abzeichnenden Trend zu stoppen und der skandalösen Kommerzialisierung des Krieges Einhalt zu gebieten.“
Thilo Castner, Nürnberger Nachrichten, 21.7.2006

Die gefährliche Verbindung von Geschäft und Krieg.
„Das sorgfältig recherchierte Buch bietet viele Details, die am besten in einzelnen Dosen zu ertragen sind. Am Ende erschließt sich dann der große Zusammenhang in seiner ganzen Unerbittlichkeit – und läßt wenig Hoffnung auf eine friedliche Zukunft für die Menschheit.“
Antonia Kriks, WDR, 10.6.2006

Gefährliches Outsourcing.
„Die Söldnerei ist ein globales Business geworden, in dem über hundert Milliarden Dollar im Jahr umgesetzt werden. PMFs lassen sich nicht nur vom Pentagon anheuern, sie arbeiten auch für die Ölindustrie, Minengesellschaften und afrikanische Regierungen, die Rebellen bekämpfen. Der Politologe und Publizist Peter W. Singer hat nun diesen neuen Wirtschaftszweig in ‚Die Kriegs-AGs‘ erstmals umfassend untersucht – und zeigt dessen Gefährlichkeit auf.

Die privaten Militärfirmen sind nämlich weder dem Regulativ des Kriegsvölkerrechts unterworfen noch sind sie Gegenstand der Genfer Konvention. Mit gutem Grund, denn letztlich übernimmt niemand die politische Verantwortung für das Treiben dieser Söldner. Deshalb stehen dieser Entwicklung auch zahlreiche Militärexperten kritisch gegenüber …

Kopfzerbrechen bereitet den Militärs außerdem die Verwischung der Grenzen zwischen Militär und Söldnerarmee. Als am 31. März 2004 drei Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Blackwater auf ihrem Weg nach Bagdad eine Abkürzung durch Falludscha nehmen wollten, wurden sie vom Mob gelyncht, die leblosen Körper in Brand gesteckt und ihre verkohlten Leichen auf einer Brücke aufgeknüpft und zur Schau gestellt. Nach der Ausstrahlung der grausigen Fernsehbilder ging in den USA ein Sturm der Entrüstung los. Die US-Armee marschierte mit zwei Bataillonen in der Stadt ein – hunderte Guerillakämpfer und Zivilisten starben …

Im Nachwort seines Buchs greift Singer auch noch einmal den Folterskandal von Abu Ghraib auf. Denn die USA sind im Kriegs-Outsourcing inzwischen einen Schritt weiter: Selbst Geheimdienstarbeit wird von privaten Firmen geleistet. Bis zu 50 Prozent der Verhörspezialisten in Abu Ghraib waren Mitarbeiter der Privatfirmen Titan und CACI. Dies blieb von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt – bis der investigative Starjournalist Seymour Hersh vom renommierten Wochenmagazin New Yorker den Skandal von Abu Ghraib enthüllte. Die Tatsache, dass die Mitarbeiter von privaten Militärfirmen an 36 Prozent der Misshandlungen beteiligt waren, ist dann in der allgemeinen Empörung über den Folterskandal jedoch ein wenig untergegangen. Namentlich identifiziert wurden sechs Mitarbeiter von privaten Sicherheitsfirmen, die an Misshandlungen aktiv und schuldhaft mitgewirkt hatten. Gegen keinen von ihnen ist bisher Anklage erhoben worden; die US-Armee wäre zu rechtlichen Schritten gegen diesen Personenkreis auch gar nicht befugt.“
Thomas Seifert, Taz, 13.5.2006

Sie haben in Ihrer Aussage über die private amerikanische Militärfirma „Military Professional Resources Inc.“(MPRI) gesprochen. Wer hat eigentlich in Ex-Jugoslawien derartige Privatunternehmen, so genannte PMFs, engagiert – und wer hat sie bezahlt?

Die MPRI ist die private Militäragentur schlechthin, die sogenannte dreckige Jobs für die CIA oder generell für die US-Nachrichtendienste erledigt. Die Firma arbeitet in allen möglichen sensiblen Bereichen, in denen man ein offizielles Auftreten der Vereinigten Staaten verhindern will. Da kann es zu grotesken Situationen wie 2001 kommen, als MPRI auf der einen Seite die mazedonische Armee ausgebildet hat, finanziert durch das Pentagon, also ganz offiziell – auf der anderen Seite aber auch die albanische UÇK in Mazedonien unter ihren Fittichen hatte.

Wer waren da die Auftraggeber?

Das kann man jetzt nur mutmaßen, aber es spricht vieles dafür, dass es die CIA war. Dieses amerikanische Doppelspiel auf dem Balkan führte unter anderem zu der Groteske, dass im August 2001 von Camp Bondsteel im Kosovo aus US-Fallschirmjäger 17 Ausbilder der MPRI zusammen mit UÇK-Kämpfern aus Aracinovo evakuierten – kurz bevor der Ort durch die mazedonische Armee eingenommen wurde.

MPRI war während des Jugoslawien-Krieges offenbar auch in Kroatien und Bosnien. Wissen Sie, wer hinter diesem Auftrag stand?

Nach meinen Recherchen waren auch da US-Dienste beteiligt. In Bosnien wurde MPRI ja ganz offiziell engagiert, um die Armee der bosnisch-kroatischen Föderation zu reformieren – das war Teil eines internationalen Hilfsprogramms und passierte nach dem Abkommen von Dayton, das Ende 1995 unterschrieben wurde. Aber MPRI war auch schon vorher in Bosnien. Ebenso wie in Kroatien. Als die kroatische Armee im Dezember 1994 praktisch besiegt war, wurde sie dank MPRI reorganisiert und in die beiden Operationen „Blitz“ im Mai 1995 und „Gewittersturm“ zur Vertreibung der Serben aus West-Slawonien beziehungsweise der Krajina im August 1995 geführt. Während meiner Recherchen war ich auf dem Gefechtsstand einer kroatischen Brigade, auf dem die Kommandosprache Englisch war. MPRI hat nicht nur die Militäroperationen geführt, sondern auch dafür gesorgt, dass es zugleich NATO-Luftangriffe auf serbische Stellungen gab. Das würde man militärisch als „Close Air Support“ für Bodentruppen bezeichnen.

MPRI leugnet das …

Ich habe selbst gesehen und gehört, wie ein amerikanischer MPRI-Offizier einem kroatischen Brigadekommandeur bei den Angriffen auf Glina während der Operation „Sturm“ Anweisungen gab.

Es heißt in der bisher umfassendsten Studie von Peter W. Singer über private Militärdienstleister, dass sie auch deshalb in Bosnien eingesetzt wurden, um dort den iranischen Einfluss zurückzudrängen. Ging es da um eine Art Taliban-Formation auf dem Balkan?

Diese Kämpfer, von denen etliche in Afghanistan ausgebildet wurden, waren in Bosnien in Mudschahedin-Brigaden zusammengefasst. Aufschlussreich ist, dass 1996, als diese Leute demobilisiert werden mussten, amerikanische Werber von MPRI auftauchten, um die Mudschahedin in die Türkei zu schicken, wo sie zu Flugleitpersonal ausgebildet wurden, das vom Boden aus Luftangriffe auf Erdziele steuert. Ab Anfang 1998 sind diese für einen modernen Luftkrieg unverzichtbaren Spezialisten zur UÇK ins Kosovo geschickt worden. Die Amerikaner haben sich also bereits 1996 auf Luftangriffe im Kosovo vorbereitet. Gerade dieser Umstand ist es, der mich von einem inszenierten Krieg sprechen lässt.

Wie hat MPRI während des Bosnienkrieges eventuell mit den Mudschahedin kooperiert?

Eine direkte Kooperation konnte ich nicht nachweisen. Aber es gibt Beweise dafür, dass MPRI versucht hat, Ausrüstungen in die UN-Schutzzone Srebrenica zu bringen. MPRI ist an die Soldaten des dort stehenden niederländischen Blauhelm-Bataillons herangetreten und wollte Material und Personal zur Verfügung stellen, um den serbischen Funkverkehr abzuhören. Der niederländische Kommandeur, Tom Karremanns, hat das damals mit dem Hinweis auf die Neutralität der UNPROFOR (UN-Schutztruppe für Bosinien-Herzegowina – d. Red.) abgelehnt. Das hat er mir persönlich bestätigt.

Es handelt sich bei MPRI also um eine eindeutig amerikanische Organisation.

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http://www.freitag.de/2004/46/04460801.php

Peter W. Singer auf der Website der Körber-Stiftung

Und wieder mal die Körber Stiftung

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