Zum Abgang vom neoliberalen Banken- Betrugs Lobbyisten in Ost Europa: Horst Köhler

Posted on Juni 2, 2010 von

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global news 2024 01-06-10: Schon in meinen persönlichen Erfahrungen mit Köhler zeichnete sich sein Sturz ab (ein Nachruf)

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Die internationale Ausgabe der Financial Times beschreibt heute auf der ersten Seite in aller Kürze sehr korrekt den Abgang des Bundespräsidenten:

„Horst Köhler trat ab wegen seiner Bemerkungen, daß Deutschlands militärischer Einsatz in Afghanistan deutsche Wirtschaftsinteressen schütze. Der Rücktritt kam, nachdem seine Bemerkungen weitverbreitete Kritik in einem weitgehend pazifistischen Land auslösten, das sich um jede Rückkehr kriegerischer Züge sorgt.“

Doch der Rücktritt eines gedanklich ausgebrannten Präsidenten, der auch mit seiner näheren Umgebung im Bundespräsidialamt in nicht selten jähzornigem Unfrieden gelebt haben muß, konnte nicht überraschen, wenn man – wie ich – mit ihm in seiner Vergangenheit zu tun gehabt hatte. Das war zweimal der Fall, zunächst 1987, als er Abteilungsleiter im Bundesfinanzministerium war. Ich diente nicht unter ihm, sondern im Bundeswirtschaftsministerium, und so bekam ich sein freundliches Kollegengesicht zu sehen. Er war mit 47 Jahren noch relativ jugendfrisch und noch nicht mit der Allmacht seines späteren Ziehvaters Helmut Kohl ausgestattet. Eigentlich hatte ich einen sehr positiven Eindruck.

Alles war dann 1998 anders mit ihm, als er die Präsidentenrolle bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung übernahm und ich nun zwei Jahre lang als Vizepräsident in seiner nächsten Nähe arbeitete. Das freundliche Gesicht war selten geworden. Statt dessen schien er ständig unter Druck zu stehen, angetrieben von einem ungebremsten Karriere-Ehrgeiz. Sein Ziel war schon damals die Leitung des Internationalen Währungsfonds, die er dann zwei Jahre später übernahm. Die Bank war an das kühle und bisweilen sarkastisch selbst-kritisch britische „understatement“ gewöhnt, an eine geschäftliche und unaufgeregte Führung. Doch Köhler war mit dieser Bank und den Kollegen nicht zu Hause. Er hatte nun zwei Gesichter. Viele seiner Kollegen lernten ihn als einen eher instabilen Mensch kennen, der manchmal ungebremst jähzornig zu Schreikrämpfen neigte und immer eine formale Autorität beanspruchte, die er aber nicht richtig ausfüllen konnte.

Nach dem Peter-Prinzip neigt in einer Hierarchie jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen. Köhler schien mir schon damals die leibliche Verkörperung dieses Prinzips zu sein, zumal er aus der Beamten-Hierarchie kam, in der dieses Prinzip besonders gilt. Er war und ist für mich ein Mensch ohne große Ideen oder Kreativität, kein Denker. Seine Herkunft aus sehr einfachen und sicher bedrückenden Verhältnisse mochte ihn später im Bundespräsidentenamt bürgernah erscheinen lassen (BILD hat mit „Super-Horst“ sehr dazu beigetragen), doch bestimmte ihn gleichzeitig dieser zeitlebens in ihm angelegte rücksichtlose und ziemlich ichbezogene Aufstiegstrieb. Seine Karriere machte er nicht mit Ideen sondern vor allem Beziehungen, dem Parteibuch und einem starken Machtinstinkt. Persönliche Ausstrahlung war durch ein oft hölzernes Auftreten überlagert. Auch seine Reden, meist vom Blatt gelesen, waren damals schon alles andere als mitreißend motivierend.

Die Ideen erwartete Köhler immer von seinen Mitarbeitern. Die schrie er dann nicht selten an, wenn sie ihm nicht genug Ideen lieferten. Ideen braucht man vor allem zur Lösung von Problemen. Wie sich jetzt rumgesprochen hat, mußten im Bundespräsidialamt auf der Suche nach Ideen, die nicht seine eigenen waren, unzählige Redeentwürfe ge- und umgeschrieben werden. Ein Bundespräsident, der nicht nur wegen der Ausformulierung von Ideen, sondern schon in deren Schöpfung auf seine Mitarbeiter angewiesen ist, befand sich jedoch total am falschen Platz. Kein Job verlangt so nach zündenden Ideen für die Lösung unserer gewaltigen Probleme wie der des Bundespräsidenten, den er später übernahm.

In diesen zwei Jahren in London hatte ich meine eigene Probleme mit ihm. Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen z.B. zur sozialen Entwicklung in Osteuropa, während er offensichtlich noch dem neoliberalen Washington Consensus verhaftet war. Das mußte zu Konflikten führen. Einen habe ich in besonders unangenehmer Erinnerung. Zu meinen Verantwortlichkeiten als Vizepräsident zählte die nukleare Sicherheit in Osteuropa. Er verlangte von mir Ideen, wie man die gefährlichen Kernkraftwerke in Rußland vom Tschernobyl-Typ ersetzen könnte. Ich hatte Ideen, aber die gefielen ihm nicht. Also beraumte er ein Gespräch mit mir in seinem Amtszimmer an und bestellte als Zeugen seinen Assistenten oder Taschenträger dazu. Er bat mich nicht, auf einem der bequemen Plätze für Gäste Platz zu nehmen, wie das seine Vorgänger oder Nachfolger getan hatten oder später taten, sondern blieb beamtenhaft hinter seinem Schreibtisch sitzen. Nach kurzer Zeit fing er an, ziemlich unkontrolliert auf mich einzuschreien. Da blieb mir nur eine Wahl, die ihn dann auch sofort auf den Teppich zurückholte. Ich sagte mit ruhiger Stimme: „Horst, schreien kann ich auch“.

Leider verkörperte er in dieser Londoner Zeit auch einen Typus von Deutschem, der dort vielen unbehaglich war. Bezeichnend war für mich ein Ereignis, als sich der die Bank verlassende jüdische Chefökonomist mit einer Rede von den Mitarbeitern verabschiedete. Er wich plötzlich vom vorbereiteten Text ab und erinnerte in Anwesenheit von Köhler daran, daß seine Großeltern im KZ in Deutschland umgekommen waren. Hatte Köhler auch ihn angeschrien?

Zu Köhlers eigener Verabschiedung aus London gab der deutsche Botschafter ein Abschiedsessen für geladene Gäste. Aus dem Vorstand der Bank war nur ich erschienen. Köhler hielt dann eine sehr unglückliche Rede, die er in diesem Fall nicht ablesen konnte und die ihm vielleicht deshalb mißraten mußte. Er sprang von einem der Gäste aus der Bank zum nächsten und versuchte, der Reihe nach bei jedem Kommentare über die jeweilige Person unterzubringen, meist künstlich freundliche. Bei mir fiel ihm jedoch nichts anderes ein als die Behauptung, daß ich bei der nuklearen Sicherheit unrecht gehabt hätte, was für alle anderen Anwesenden ein total unverständlicher Hinweis war. Aus Höflichkeit konnte ich diesmal nicht widersprechen. Doch der einladende Botschafter sprach mir im persönlichen Gespräch am Ende sein Bedauern aus. Das war mein letzter Eindruck von Horst Köhler. Als er dann Bundespräsident wurde, dachte ich, die deutsche Politik sei von allen guten Geistern verlassen.

Köhler muß zuletzt ideenlos ausgebrannt gewesen sein. Er hatte seine ganze berufliche Karriere lang an die Idee des Neoliberalismus geglaubt und sich dafür eingesetzt. Doch die war mit der Finanzkrise in die Brüche gegangen. Banker als „Monster“ zu bezeichnen, reichte für die Analyse und vor allem die Lösung nicht aus, zumal er selbst lange Jahre Banker gewesen war und nicht den Mut gehabt hatte, sich seiner eigenen Vergangenheit zu stellen. Das war ein „Haltet den Dieb!“, wie auch seine um Punkte im Volk buhlende Kritik an der Politik in Deutschland. Nach dem Neoliberalismus fiel ihm nicht mehr viel ein, wie auch der deutschen Politik insgesamt, jedenfalls der derzeit in der Bundesregierung angesiedelten. Die Bundeskanzlerin kann mit dem Tagesgeschäft trotzdem weitermachen. Für einen Bundespräsidenten reichte das nicht mehr aus. Das Hinwerfen war konsequent, wenngleich nach meinem Eindruck ähnlich selbstbezogen und rücksichtslos wie seine gesamte Karriere.


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1.06.2010

„Köhler weggebloggt“ (Die Rolle der Blogger im Zusammenhang mit dem Rücktritt des Bundespräsidenten)

blogger reagierten als erste, zehrten das skandalöse interview an die öffentlichkeit und reichten gar strafanzeigen gegen horst köhler ein. die klassischen medien berichteten erst tage später über die verheerenden äusserungen des bundespräsidenten.

selbstverständlich hat die blogosphäre nicht alleine die macht und kraft, einen staatsmann zu stürzen, mitbewegen kann sie eine entwicklung allerdings. die hauptursache, die zum falle köhlers führte, war der sender deutschlandfunk, der dem übermüdeten köhler auf der rückreise aus afghanistan unüberlegte äusserungen entlocken konnte und diese auch noch sendete. wobei anzufügen ist, dass ein bundespräsident auch in übermüdetem zustand in der lage sein sollte, staatsmännisch überlegt zu antworten oder den „übermüdungszustand“ zu erkennen und das interview auf später zu verschieben.
……………
Horst Köhler war wichtiger Lobby Mentor der Bank Gangster Mafia, der neoliberalen „Ponzi“ Verbrecher und Privatisierungs Orgien, welche schon zum Bürgerkrieg in Albanien führte in 1997! Trotzdem machte diese Kriminelle Bande um die Grünen- und Roten in Berlin munter weiter, im Schlepptau des Welt Betrügers Nr. 1 Georg Soros und waren Mitglieder in den Georg Soros Zirkeln, wie ICG, TI, ESI oder „European Council on Foreign Relations“ und Georg Soros!
Man verkaufte kriminelle Entwicklungshilfe und private Profite vor Ort als Lobbyist nun plötzlich als Politik. Rezzo Schlauch, Ludgar Vollmer, Gerhard Schröder, Joschka Fischer, Steinmeier, Tom König und viele Andere: Ein Berg von Kriminellen in der Politik, welche nicht zurück schreckten mit der Prominienz der Balkan Mafia Geschäfte zu machen, was man auch bei Bodo Hombach überall wieder erlebte.
Diese kriminellen Banden, haben Deutschland in Schutt und Asche in 10 Jahren abgewirtschaftet, mit hoch kriminellen Kriegen und Auslands Militär Einsätzen. Übrig bleiben über 1 Billiarde € fauler Export Kredite  und aus der Finanzierung vollkommen aufgeblasener Auslands Projekte, welche über Bestechung pure finanziert werden und wurden wie die Rüstungs Kredite für Griechenland usw. zeigte.

Die »Weltethos-Reden« in Tübingen

koehler

4. Weltethos-Rede am 1. Dezember 2004

Horst Köhler, Deutscher Bundespräsident

»Was gehen uns andere an?«

»Keine Kultur hat Grund zur Arroganz und zu Hochmut. Alle müssen Respekt haben vor jeweils anderen Kulturen, vor der Würde des anderen in seiner Verschiedenheit. Der Respekt vor einer anderen Kultur darf aber keine pseudo-kulturelle Bemäntelung von Unterdrückung, Diktatur und Armut hinnehmen.«

Kommentar: Was für ein dummes Geschwätz, eineNeoliberalen Globalisierungs Vertreters, eines  Marktschreiers  der Privatisierungs, des Krieges und Ausbeutung durch Vernichtung von Kulturen und Wirtschafts Systemes.
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