Geheimdienste wollten Wikileaks zerstören

Posted on März 19, 2010 von

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US-Geheimdienste wollten Wikileaks zerstören

http://wikileaks.org/

Annika_Kremer am Montag, 15.03.2010 21:52 Uhr

US-Geheimdienste planten offenbar die Zerstörung der Whistleblowing-Website Wikileaks – unter Anderem, weil auch Insider von US-Behörden kompromittierende Stories auf Wikileaks leakten. Entsprechende Dokumente wurden heute auf Wikileaks veröffentlicht.

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Das 32 Seiten starke Dokument ist als „geheim“ und „NOFORN“ (also „Not for release to foreign nationals“, das heißt keine Weitergabe an Ausländer) eingestuft. Überschrieben ist es mit der provokanten Fragestellung „Wikileaks.org – Ein Online-Nachschlagewerk für ausländische Geheimdienste, Aufständische oder Terrorgruppen?“ Es ist also von Anfang an klar: die Verantwortlichen vom „Army Counterintelligence Center“ halten Wikileaks für eine Bedrohung. Entsprechend steht unter „Zweck“: „Dieser Sonderbericht bewertet die Bedrohung, die Wikileaks für die Spionageabwehr der US Army darstellt.

Wikileaks, so die Militär-Experten, gefährde unter anderem den effektiven Schutz von US-amerikanischem Militär-Personal („force protection“), die Spionageabwehr, die Sicherheit von Geheimdienst-Operationen („OPSEC“) und die Daten- und Informationssicherheit des Verteidigungsministerium und seiner untergeordneten Organisationen. „Das absichtliche oder versehentliche Leaken oder Veröffentlichen von sensiblen oder geheimen Informationen auf Wikileaks.org könnte eine erhöhte Bedrohung für Personen, Ausrüstung, Gebäude oder Anlagen des Verteidigungsministeriums verursachen,“ war man überzeugt. Wikileaks rücke die „Insider-Bedrohung“ in den Fokus, also die Bedrohung durch „eine oder mehrere Personen, die durch eine bestimmte Sache oder ein bestimmtes Anliegen motiviert werden, wissentlich einheimischen oder ausländischen Personen Informationen zukommen zu lassen mit dem Ziel, der Veröffentlichung in den Medien oder im Internet„. Von diesen Informationen, so die Befürchtung, könnten „ausländische Geheim- und Sicherheitsdienste, ausländisches Militär, ausländische Aufständische oder ausländische Terrorgruppen“ profitieren, um Angriffe gegen US-Truppen zu planen.

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Wikileaks, so die Militär-Experten, gefährde unter anderem den effektiven Schutz von US-amerikanischem Militär-Personal („force protection“), die Spionageabwehr, die Sicherheit von Geheimdienst-Operationen („OPSEC“) und die Daten- und Informationssicherheit des Verteidigungsministerium und seiner untergeordneten Organisationen. „Das absichtliche oder versehentliche Leaken oder Veröffentlichen von sensiblen oder geheimen Informationen auf Wikileaks.org könnte eine erhöhte Bedrohung für Personen, Ausrüstung, Gebäude oder Anlagen des Verteidigungsministeriums verursachen,“ war man überzeugt. Wikileaks rücke die „Insider-Bedrohung“ in den Fokus, also die Bedrohung durch „eine oder mehrere Personen, die durch eine bestimmte Sache oder ein bestimmtes Anliegen motiviert werden, wissentlich einheimischen oder ausländischen Personen Informationen zukommen zu lassen mit dem Ziel, der Veröffentlichung in den Medien oder im Internet„. Von diesen Informationen, so die Befürchtung, könnten „ausländische Geheim- und Sicherheitsdienste, ausländisches Militär, ausländische Aufständische oder ausländische Terrorgruppen“ profitieren, um Angriffe gegen US-Truppen zu planen.

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Es besteht kein Zweifel: Wikileaks machte einige Personen im US-Verteidigungsministerium nervös und tut dies womöglich noch heute. Eine Seite, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, auch und gerade unbequeme Informationen über die Mächtigen zu veröffentlichen, könnte dies durchaus auch als Kompliment auffassen. Bedroht jedenfalls fühlt man sich offenbar nicht: Wikileaks-Editor Julian Assange erklärt in seinem Editorial zum Dokument, da seit dem Verfassen dieses Berichts zwei Jahre vergangen seien und seitdem kein Wikileaks-Informant enttarnt worden sei, seien entsprechende Pläne wohl ineffektiv gewesen. Es scheint, als wäre Wikileaks wieder einmal nicht zu fassen – zum Ärger der US-Behörden, aber zur Freude derer, die in den geleakten Dokumenten eine wichtige Informationsquelle sehen.

http://www.gulli.com/news/us-geheimdienste-wollten-wikileaks-zerst-ren-2010-03-15

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