Reportage: Die Mann Frauen in den Montenegrinischen und Albanischen Bergen

Posted on Dezember 12, 2009 von

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„Mann Frauen Albanien“

src=“http://ostkreuz.de/static/fotos/uploaded/ph/010_2010-05-07.jpg“ alt=““ width=“600″ height=“449″ />Die Mannfrauen von Albanien

Ein Leben als Mann:

RTL-Reporterin Antonia Rados hat sich auf den Weg nach Albanien gemacht, um dort die einzig existierenden Mannfrauen zu besuchen. Mannfrauen, das sind eigentlich Frauen, die per Gesetz dazu gezwungen werden, den Rest ihres Lebens als Männer zu verbringen. Festgelegt ist das im Kanun, einem verbotenen Gesetzbuch, dass trotzdem noch in Kraft ist.

Ein bekannte Frau in Durres, welche viele Jahre Offizierin für die Hafen Sicherheit war beim Einlass. So steht es in anderen Berichten.

Albaniens eingeschworene Jungfrauen

Die albanischen Gewohnheitsrechte des Kanun

25.04.2009 Nadine Greve

In Albanien gibt es Frauen, die wie Männer leben. Dies beruht auf dem Kanun, der allerdings offiziell verboten ist. Warum einige Frauen als Männer leben müssen.

In Albanien, nur zwei Flugstunden von Deutschland entfernt, in einem Land, wo Blutrache nicht bestraft wird und die Gesetze des Staates erst an zweiter Stelle stehen, leben einige Frauen ein Leben wie Männer. Sie werden als eingeschworene Jungfrauen oder Mannfrauen bezeichnet. Diese Lebensweise ist auf das Gewohnheitsrecht des Kanun zurück zuführen und läuft in Albanien unter dem Deckel der Verschwiegenheit ab. Es stellt die bekannteste Zusammentragung der albanischen Gewohnheitsrechte dar und hat für die Stämme Nordalbaniens bis heute teilweise noch Vorrang vor den staatlichen oder kirchlichen Rechtssystemen. Dieses ursprünglich geschriebene Rechtssystem bestimmte im wesentlichen Aspekte des Sozialverhaltens in den abgelegenen und früher gesetzlosen Gegenden Nordalbaniens.

Mannfrauen im heutigen Kosovo

Das Kernland des Kanun ist Dukagjin – das Hochland von Lezha, Mirdita, Shala, Shoshi und Nikaj-Merturi, sowie die Dukagjin-Ebene im heutigen westlichen Kosovo. Lekè` Dukagjini (1410 – 1481) nach dem der Kanun benannt wird, ist eine wenig bekannte Person, die ein Fürst und Weggefährte des albanischen Nationalhelden Skanderbegs (1405 – 1468) gewesen sein soll. Ob er den Kanun zusammenstellte oder nur Namensgeber war, ist nicht bekannt. Das Prinzip der „Mannfrauen“ läuft so: Gibt es in einer Familie keine Männer mehr, muss eine Frau diese Rolle übernehmen – mit allen Pflichten. Sie muss sich kleiden wie ein Mann und für den Rest ihres Lebens einen Keuschheitsschwur ablegen. Eine andere Variante, ein zukünftiges Leben als eine „Mannfrau“ zu führen ist, wenn die Frau Schande über ihre Familie bringt, d.h. sie keine Jungfrau mehr ist. Fortan wird sie gezwungen, als Mann zu leben.

Die Gesetze des Kanun

Nach den Gesetzen des Kanun, der offiziell verboten ist, hat der Vater, auch wenn er nicht der Hausherr ist, uneingeschränkte Verfügungsgewalt über seine Kinder; darf sie sogar töten, ohne dabei Blutrache oder Strafe zu riskieren. Laut § 59 des Kanun ist die Vernichtung des eigenen Blutes mit Selbstmord gleichgestellt. Weiterhin ist im Kanunverankert, dass der Träger der Ehre nur ein Mann sein kann und Verletzungen dieser Ehre können nicht durch Sachleistungen abgegolten werden. Laut Gesetzt ist ein entehrter Mann ein toter Mann. Entehrung geschieht z.B. in dem man jemanden öffentlich der Lüge bezichtigt oder ihm die Waffe wegnimmt. Die schlimmste Form der Entehrung ist jedoch, die Entehrung der eigenen Frau oder Tochter, und dies geschieht nicht erst durch eine Vergewaltigung.

Als die Sicherheit des Hafen von Durres funktionierte von September 1999 bis 2003

Die Tradition der albanischen Mannfrauen
Monday, 30. August 2010, 12:50
Filed under: disobedience, east, gender, independence, social | Tags: Albanien, Burrnesha, Mannfrauen, Pepa Hristova, Sworn virgins
Sworn Virgins – Auf der Suche nach den letzten Mann-Frauen in Albanien
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„Im Norden Albaniens, im „Verfluchten Gebirge“, von dem es heißt, der Teufel habe es erschaffen, leben bis heute die „Sworn Virgins“ – die letzten Mann-Frauen Europas. Eine mündlich überlieferte Gesetzessammlung aus dem Mittelalter, der „Kanun“, erlaubt Familien, die ihr männliches Oberhaupt – nicht selten durch Blutrache – verloren haben, eine Frau aus der Verwandtschaft als Stellvertreterin zu bestimmen. Voraussetzung aber ist, dass diese ein unwiderrufliches Gelübde ablegt: Sie muss schwören, ihre Jungfräulichkeit für immer zu bewahren.” (ostkreuz.de) → Fotoserie von Pepa Hristova

/ Bei Drande Dodaj war es die Hoffnung auf ein Leben, für das sie sich nicht rechtfertigen muss. „Ein Mann”, sagt sie, „kann tun, was er will.” (stern.de)

http://stepanovic.wordpress.com/2010/08/30/die-tradition-der-albanischen-mannfrauen/